Berichte aus dem Kirchenjahr

50.Priesterjubiläum von Erich Rötzer - 29.Juni 2015

 

 

 

 

Vater sein – meine wichtigste Aufgabe im Leben

„Vater sein ist die wichtigste Aufgabe, die ich in meinen Leben wohl haben werde“, sagte Wilfried Moser, Vater eines 7-jährigen Mädchens und eines 4-jährigen Sohnes, beim Vatertags-Gottesdienst am 14. Juni 2015 in Wien Hütteldorf.

Drei Punkte sind „mir wichtig“, so Moser in seinem kurzen Statement:

• „Zeit mit den Kindern zu verbringen. Das allerwichtigste ist Zeit, die man sich nehmen muss mit den Kindern“. Seinen Vater habe er wenig gesehen. Er versuche das „anders zu handhaben“, indem er rechtzeitig von der Arbeit nach Hause gehe.

• „Rituale.Eingespielte Rituale“. Dazu gehöre das „gemeinsame Abendessen“, wo man miteinander reden könne, das Abendgebet oder mit den Kindern „in die Kirche gehen“.

• „Oma und Opa sind sehr wichtig; ja, dass die ganze Familie das tragt“. Ein Sprichwort besage: „Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf“, so Moser.

 

Heranwachsenden brauchen Anerkennung, Ermutigung und Wertschätzung

Schon zu Beginn des Gottesdienstes wurde auf den Beitrag von Kardinal Schönborn in der „Heute“-Zeitung vom 12. Juni hingewiesen, wo dieser betonte, Heranwachsenden tue es gut, vom eigenen Vater „Anerkennung, Ermutigung und Wertschätzung“ zu bekommen. In einer „vaterlosen Gesellschaft“ wie heute sei die Nähe des Vaters „ganz lebenswichtig“, weil er häufig durch Beruf, Arbeit und Stress „oft der große Fehlende in der Familie“ werde. Abschließend erinnerte Schönborn in seinem Beitrag an das 4. Gebot: „Ehre Vater und Mutter“ und fragte: „Was können wir am Vatertag tun? Auch wenn unser leiblicher Vater seine Fehler hat (wie wir alle), danken dürfen wir ihm allemal.“ 

 

Nach dem gestalteten Gottesdienst verteilte die Männerrunde Vatergebete, die Väter-Nummer der Zeitschrift „Ypsilon“ und Tatoos, mit denen die Kinder die Haut ihrer Väter verzieren konnten. Im Anschluss lud sie zum Pfarrcafe ein, wo das Gespräch darüber, wie lebe ich mein Vater sein angeregt fortgesetzt wurde.  Zudem bestand die Möglichkeit, das von der KMB neu entwicklete Spiel „Papalapap“ miteinander zu spielen, wo „Haarsträubende Geschichten von, mit und über Papa“ von der „ganzen Familie“ erzählt werden konnten – siehe auch www.papalapap.at

 

130 feierten im Garten des Ernst Fuchs Museums

Das gab es noch nie! Etwa 130 BesucherInnen sind am Feiertag, dem 4. Juni 2015, trotz des herrlichen Badewetters und für viele verlängerten Wochenendes zur Fronleichnams-Feier der Pfarre Hütteldorf St. Andreas in den schattigen Garten des Ernst Fuchs-Museums in die Hüttelbergstrasse 26 gekommen. Mit knapp der Hälfte, etwa 50 – 60 TeilnehmerInnen, hatten die Organisatoren gerechnet. Dass es mehr als doppelt so viele wurden, hatte vermutlich mehrere Gründe:

Etwas Einmaliges

- In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder die feierlichen traditionellen Fronleichnams-Umzüge („Prozessionen“ genannt) mit wehenden Fahnen, Baldachin ("Himmel") und Monstranz auf befahrenen Straßen und an bewohnten Häusern vorbei einschließlich einem Hochamt gegeben, – z.T. auch mit benachbarten Pfarren gemeinsam, mit einem erheblichen organisatorischen und logistischen Aufwand verbunden, aber auch entsprechendem Risiko bei wetterbedingter Absage.

- Diesmal war das katholische „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“ – so der offizielle Name – eine auf das wesentliche, das stärkende Brot, ausgerichtete Feier – in zeitgemäßer Sprache, mit modernen Liedern schön gestaltet, ohne Umzug an einem einzigen Ort.

- Der war sicherlich mit dem Garten des Ernst Fuchs Privat Museums, der 1888 erbauten Otto Wagner Jugendstil-Villa, die im Pfarrgebiet liegt, etwas Besonderes, zugleich Ein- und Erstmaliges.

Brot stand im Zentrum

Da wurde am Beginn von „Brot, das die Hoffnung nährt, Freude, die der Trauer wehrt“ gesungen, ein Schuldbekenntnis mit einem feierlichen „Kyrie eleison“ (Herr erbarme Dich) abgeschlossen, eine Befreiungs-Geschichte (aus dem Buch Exodus) und eine Frohen Botschaft (Evangelium) gelesen, ehe Pfarrer Gustav Murlasits über das stärkende Brot sagte: „Wir ewig hungrigen Brot-Menschen, mit Hunger nach Brot, Leben, Sinn, Liebe – wenn wir schreien: Gib uns etwas, wird uns Jesus sich selbst als Brot des Lebens geben, und wir werden satt“.

In der anschließenden Danksagung (Eucharistiefeier) ging es um „Dieses kleine Stück Brot“, dass auch ein Lied war. Seine durch das Teilen verändernd-sättigende Kraft wurde sehr konkret spürbar. Kein Problem war es, die begrenzte Anzahl von Liedtexten und – in der folgenden gemeinsamen Agape – auch die Trinkbecher familienweise miteinander zu teilen. Es bewahrheitete sich das gesungene Lied „Wenn das Brot, das wir teilen, für alle reicht ...“ Jede/r Besucher oder Besucherin konnte von den köstlichen Broten, leckeren Aufstrichen, vielfältigen Kuchen und Säften so viel essen und trinken wie er oder sie wollte. Alle wurden satt. „Unser Leben sei ein Fest“ wurde nicht nur gesungen sondern vor Ort erlebt. Dem entsprechend froh, dankbar und zufrieden waren die TeilnehmerInnen.

Gestärkt durch die Feier besuchte anschließend noch eine beachtliche Anzahl von Personen das prachtvolle Ernst Fuchs Museum mit seiner gegenwärtig laufenden „Salvador Dali – Ernst Fuchs“ Sonderausstellung zu einem begünstigten Eintrittspreis.

Das Museum hat von Dienstag bis Samstag jeweils von 10.00 – 16.00 Uhr geöffnet.

 

Pfarrer Gustav Johann Murlasits

Linzer Straße 422

1140 Wien

 

17.10.2014

 

Stellungnahme zum Kriegerdenkmal

 

Im Zuge der Sicherheitsüberprüfung von Kriegerdenkmal (Sicherheit ausgesprochen) und Missionskreuz (Absperrung wegen Handlungsbedarf) durch einen profunden Steinmetz stellten sich verschiedene Fragen nach Eigentum, Haftung und allfälligen Kosten.

Eine Nachfrage zu den Eigentumsverhältnissen zum Kriegerdenkmal ergab keine Zuständigkeit öffentlicher Stellen, da es seinerzeit durch einen dazu ins Leben gerufenen Verein auf Kirchengrund errichtet wurde. Die Haftung liegt also zurzeit bei der Pfarre. Im Blick auf eine eventuell notwendige Sanierung und deren mögliche Kosten wurde auch der Vorschlag formuliert, die Plastik des Soldaten und die Tafeln der Kriegsopfer in eine Nische an der Kirchenwand zu versetzen. Da aber die Sicherheit gewährleistet ist, stellt sich diese Frage nicht mehr.

Zum Missionskreuz - ein Glaubenszeugnis - im Eigentum der Pfarre stellt sich auch die Frage nach Demontage - wäre schade, da ein Zeitzeugnis - oder der Versetzung des gesunden Teiles in eine Nische an der Kirchenwand. Die Fragen bleiben offen, Kostenpläne liegen vor, der Pfarrgemeinderat hat darüber gesprochen, aber noch keine Entscheidung getroffen.

 

Juni 2014

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------->>>> das war Fronleichnam 2014 (Paradiesgründe)

------->>>> Impressionen der Firmung 2014

 
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