Informationsveranstaltung am Donnerstag, 21. Mai 2015 um 19 Uhr
im Pfarrzentrum Hütteldorf, Hüttelbergstr.1A


Der Entwicklungs/Umstrukturierungsprozess in der Erzdiözese Wien, der nicht zuletzt wegen der sinkenden finanziellen Ressourcen eingeleitet wurde, wird auch Auswirkungen auf die Situation unserer Pfarre haben. Die Erhaltung der pfarrlichen Bauten wird immer schwieriger. Alle sakralen und profanen Gebäude, die nicht aus eigener Kraft erhalten werden können, sollen in Zukunft anderen Zwecken zugeführt werden.
Der Pfarrgemeinderat – angeregt und unterstützt vom Architektenteam Loebus/ Hofmann – hat begonnen, die Lage zu analysieren und über Lösungsmöglichkeiten nachzudenken. Die Renovierung des Pfarrzentrums ist noch nicht ganz abgeschlossen. In der Kirche fallen immer wieder kostenintensive Maßnahmen zur Instandhaltung an, zuletzt die Erneuerung der elektrischen Anlage. Auch der Pfarrhof ist dringend renovierungsbedürftig.
Ohne Einschränkungen und Denkverbote soll nun über alle möglichen Lösungsvarianten nachgedacht werden mit dem Ziel, die wirtschaftliche Situation der Pfarre nachhaltig zu stabilisieren.
Die baulichen Veränderungen werden möglicherweise auch Auswirkungen auf das Ortsbild von Hütteldorf haben. Deshalb wollen wir am Nachdenk- und Diskussionsprozess eine breite Öffentlichkeit teilhaben lassen.Das Architektenteam und der Pfarrgemeinderat laden sehr herzlich zu dieser Informationsveranstaltung ein. Wir hoffen auf rege Beteiligung.

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Protokoll der Veranstaltung:

 

 

Nr.

Name

 Funktion

anw.

Datum: 21.5.2015

 

1

Auer Erwin AE

 

ja

 

 

2

Fiedler Johann FJ

 

ja

Thema: Plenum

 

3

Graf Margarete GM

 

ja

Beginn: 19:00

 

4

Jezik Karoline JK

 

ja

Ende: 21:30

 

5

Kickinger Gerhard KG

PasAss

ja

 

 

6

Kronhuber Franz KF

 

ja

Tagesordnung:

 

7

Maier Alexandra MA

 

entsch

Informationsabend über die

 

8

Murlasits Gustav Johann MGJ

Pfarrer

ja

Möglichkeiten der Verwendung

 

9

Ott Josef OJ

 

ja

   unserer pfarrlichen Gebäude

 

10

Petrasch Sabina PS

 

entsch

und Flächen

 

11

Schmid Brigitte SB

 

ja

Nächster Termin: Klausur 5.u.6.6.

 

12

Spitzbart Elisabeth SE

 

ja

 

 

 

sowie zahlreiche Gäste

 

 

 

Begrüßung durch Pfarrer Gustav Johann Murlasits.

 

Projekte werden von Arch. Alexander Loebus vorgestellt

 

1.  Umbau des Vietnamhauses unter Erhaltung der äußeren Fassade für 2 Kindergartengruppen mit

     Dachausbau. Kosten:  circa  €600.000,- ( 2.700,- / m² )

2.  Pfarrhof:  Sanierungsarbeiten für die nächsten Jahre  circa  €800.000,- bei Erhaltung

     des derzeitigen Ensembles.

3.  Schaffung von Wohnraum mit Dachausbau im Bereich des Pfarrhofs mit neuer Infra-

     struktur für Pfarrverwaltung. Kindergarten und Spielplatz. Wohnraumneuschaffung circa 900 m² 

     Kosten: circa €2.000.000,- (Finanzierung mit Bauträger )

4. Verlängerung des Pfarrhofs entlang der Hüttelbergstraße unter Erhaltung des Vietnamhauses

    Schaffung von Wohnungen im vergrößerten Pfarrhof und Dachbereich

    Kosten:  circa  €3.000.000,-( Finanzierung mit Bauträger )

5. Abriss des Vietnamhauses – es  bleibt nur die der Kirche zugewandte Fassade  bestehen.

    Schaffung von Wohnraum im Bereich des Pfarrhofs und Neubau anschließend an Pfarrhof entlang der

    Hüttelbergstraße bis zum derzeitigen Vietnamhaus.

    Geplante Nutzfläche: 2000 m²  (12-30 Mietwohnungen und Tiefgarage mit 18 Stellplätzen)

    Kosten:  circa €6.200.000, (Finanzierung mit Bauträger)

Finanzieller Nutzen für die Pfarre:  Verpachtung für Baurechte auf 99 Jahre.

 

Wortmeldungen

 

Hr.Krause:  Beitrag über die Geschichte des Pfarrhofs. Ortsbild mit Pfarrhof sollte erhalten bleiben. Er steht seit 600 Jahren, hat schöne alte Barockzimmer und eine gotische Stiege. Er ist nach dem Fuhrmannhaus das zweitälteste Gebäude in Hütteldorf. Außerdem besteht ein Denkmalschutz!

 

Hr. Hiller: Wie würde der Pfarrhof trockengelegt? 

Was wollen wir als Gemeinde von unseren Bauten und Flächen? Was wünschen wir uns? Wollen wir eine Kinderkrippe?

 

Fr.Deim: Greift die Frage „was wünschen wir uns?“ auf und legt ein Konzept für die Nutzung des Pfarrzentrums vor: Einrichtung als „Haus der Ethik“ Veranstaltungen anbieten – Kursangebote für geistige und gesunde Lebensweise, Feste veranstalten. Räume sollten ein gutes Ambiente haben – besser bewerben.

 

Fr. Pilze: Wohnungen sollten jedoch für Jungfamilien leistbar sein. Kindergärten in Hütteldorf sind vorhanden, brauchen wir noch mehr?

   Hr.Fiedler: Für die nächsten 5-10 Jahre ist unser Kindergarten voll. Krippenplätze werden gebraucht!

 

Hr.Spitzbart: Bringt Kindergartenkrippe Einkünfte für die Pfarre?

   Hr. Fiedler: Kindertgarten/-krippe kostet und bringt der Pafrre nichts. Option 1 ist unwirtschaftlich, wenn

   gewünscht aber machbar.

Hr. Spitzbart: Dann ist der Pfarrhof das eigentliche Problem. Bei Ortsbildpflege müsste doch die Gemeinde Wien, der Bezirk dazu etwas beitragen.

 

Fr.Roth: Muss eine Kinderkrippe sein, Kirche sollte nicht mit Politik mitschwimmen, es sollte gefördert werden, dass Kleinkinder nicht in die Krippe müssen. In 2 Jahren wird Volksschule Ganztagsschule – da wird unser Hort  vielleicht überflüssig. Die Grünanlage tut uns allen gut!

 

Hr.Turnovszky: Gibt es einen terminlichen Ablaufplan, – einen Projektplan, welche Entscheidungen wann zu treffen sind? Bis wohin geht der Auftrag - wegen der anfallenden Planungskosten? Beinhaltet er, Entscheidungsgrundlagen zu erarbeiten?

   Arch. Loebus: Bis jetzt Projektentwicklung, das er natürlich gerne durchführen möchte, aber noch kein

   kostenpflichtiger Auftrag. Ab jetzt müsste ein Auftrag erteilt werden, damit fallen auch Kosten an.

 

Fr.Kickinger: Direkt vom Kindergarten gibt es kein Geld für Pfarre – was nützt uns dann ein Krippenbau?

 

Fr.Schwarzendorfer: Wie ist die finanzielle Auswirkung auf die Pfarrgemeinde? Ideal wäre ein Projekt, das der Pfarre Einnahmen bringt, ohne etwas zu kosten. Diese finanziellen Folgen für die Pfarre wurden nicht gebracht. Wie hoch ist der Baurechtszins?

   Arch. Loebus: Erfahrungen aus dem Burgenland als Mitarbeiter bei Esterhazy: €1,20 - €2,- pro m²

 

Hr.Vanyek: Wenn wir selbst finanzieren, haben wir wieder mehr Schulden. Wichtig ist eine finanzielle Optimierung. Er würde nicht wollen, dass neben alten Gebäuden ein neues Alu/Glasgebäude entsteht, das sich „wunderbar mit dem alten verbindet“.

   Arch. Loebus: Man muss einen professionellen Betreiber (Bauträger)suchen.

   Es gibt gute Lösungen zu Alt-u. Neubauten

 

Hr.Krause: Kredit für Pfarrzentrum ist in 3 Jahren abbezahlt.

Wenn ein Bauträger übernimmt, muss die Pfarre Miete für Kanzlei und Pfarrerwohnung  zahlen

 

Fr.Schmidt: Hat Wohnung in einem alten Haus und weiß was es heißt so ein Gemäuer zu sanieren

Pfarrhof ist innen sehr schlecht, feuchte Wände etc…Eine Sanierung, dass man sich im Haus wohl fühlt, ist für uns nicht finanzierbar.

 

Hr.Pumhösl: In 10 – 15 Jahren ist in Hütteldorf vielleicht keine Pfarre und kein Pfarrer mehr, ev. ein Pfarrverband! Immer weniger Kirchengeher,der Kindergarten reicht aus. Brauchen wir dann überhaupt neue Gebäude?

 

Fr. Turnovszky: Besteht nur Denkmalschutz oder ein Ensembleschutz? Kann man daneben überhaupt bauen? Besteht nicht eine Schutzzone?

   Arch. Loebus: Es ist mit Bundesdenkmalamt und Magistratsabteilung 19/Stadtgestaltung abzustimmen,

   was und wie gebaut werden kann.

 

Fr.Donnaberger: Was ist Aufgabe der Pfarre? Wohnraumschaffung? Energie geht verloren, die für wichtigeres gebraucht wird. Ethikhaus wäre nicht schlecht, aber bringt wahrscheinlich wenig Geld.

 

Hr.Haubert: Muss der Pfarrhof überhaupt im Besitz der Pfarre bleiben?

 

Fr.Vock: Ist aufgeschlossen für alle vorgestellten Projekte. Wie steht überhaupt die Erzdiözese Wien zu den Projekten und Überlegungen?

 

Fr.Dellamare: Es ist notwendig grundlegende und mutige Veränderungen  im Leben vorzunehmen, um bestehen zu können. Wenn man an einem kranken Körper nur herumflickt, stirbt er.

 

Hr.Hiller: Pfarrhof sanieren und vermieten lassen – so bekommen wir Geld.

 

Fr.Jezik: Sieht Chance für Neustart.

 

Fr. Haubert: Wer kommt als Bauträger in Frage?

 

Schlusswort von Pfarrer Murlasits

Dank an das Architektenteam und alle Anwesenden.

Er wünscht sich noch viele andere Ideen für die wirtschaftliche Stabilisie

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Stellungnahmen:

Überlegungen anlässlich der Präsentationeines Bauvorhabens auf dem Pfarrgelände


Die Pfarrgemeinderäte und der Pfarrer haben eine sehr schwierige Situation. Ihre Kernaufgabe
ist die Sorge um das Gemeindeleben in religiöser, sozialer, caritativer und kultureller Hinsicht.

Dazu kommen wirtschaftliche Probleme, die sehr komplex sind.

Anlass für die folgenden Überlegungen ist die Tatsache, dass:

- die Gemeinde kleiner wird,
- die Einnahmen geringer werden,
- die Aufwendungen für die Gebäude (Kirche, Pfarrhof, Vietnamhaus, Pfarrzentrum

und Kindergarten) zumindest gleich bleiben, eher steigen,

- konkret im Pfarrhof umfangreiche Renovierungsarbeiten anstehen
- der Kindergarten angefragt wurde, eine Kinderkrippe zu errichten.

Der Pfarrgemeinderat – angeregt und unterstützt vom Architektenteam Loebus/Hofmann – hat
begonnen, die Lage zu analysieren und über Lösungsmöglichkeiten nachzudenken. Wir Gemeindemitglieder sind eingeladen, dabei mitzudenken und Ideen einzubringen.

Die Entwicklung der Pfarrstrukturen

Was für eine Rolle Hütteldorf in den nächsten 10 Jahren in einem Entwicklungsraum /
Pfarre neu spielen wird, ist noch unklar. Eine konkrete Planung erst dann möglich, wenn diese
Frage geklärt ist, es ist aber sehr wohl sinnvoll, schon mal Überlegungen dazu anzustellen.

Ziele für die vorgeschlagenen Bauaktivitäten

· Ausreichende geeignete Räumlichkeiten für alle Aktivitäten der Pfarre
(Gottesdienste, Pfarrbüro, Pfarrerwohnung, Gruppenaktivitäten, Caritas, …)
· Sanierung der bestehenden Bausubstanz (vor allem Pfarrhof)
· Einkommen für die Pfarre, um zukünftige Budgets zu entlasten
· Die gewünschte Kinderkrippe für den Kindergarten – Planung und Finanzierung durch
den Kindergarten.

Mögliche Vorgangsweisen, um das zu erreichen

Großer Zubau an den Pfarrhof, anschließende Vermietung von Wohnungen:
Das ist die vom Architektenteam vorgeschlagene Lösung. Wir haben sie ausgiebig besprochen
und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass diese Lösung der Pfarre nicht förderlich ist aus
folgenden Gründen:

 Die Kosten sind für die Pfarre unerschwinglich, daher wird ein Bauträger benötigt.
 Sehr lange Amortisationsfrist, die Einnahmen nach dieser Frist gehen an den Bauträger und
nicht an die Pfarre.

Der Pfarre bleibt als Einkommen nur ein geringer Bauzins, dessen Höhe uns nicht gesagt
werden konnte, der aber sicher keinen großen Beitrag zum Budget ergibt.
 Die Pfarre verliert die Verfügungsgewalt über ihren Grund und die darauf befindlichen vom
Bauträger erbauten oder renovierten Gebäude, Probleme mit den Mietern sind zu erwarten
(z.B. Beschwerden über Glockengeläut).

 Die Verwaltung dieser Gebäude ist ein großer nervenaufreibender Aufwand, für den eigenes
Personal bezahlt werden müßte. Meist macht sie auch gleich der Bauträger, um auch dabei zu
verdienen, was den Gewinn der Pfarre nochmal schmälert.
 Das Ortsbild wird gestört.
Aus diesen Gründen haben wir nach Alternativen gesucht und folgende Ideen entwickelt:
Das Vietnamhaus als Pfarrerwohnung oder Pfarrbüro:
Das bräuchte einige Investitionen, dafür wäre der Pfarrhof frei für andere Nutzungen.
Bei Nichtbedarf wäre es vermietbar. Das müsste das Pfarrbudget entlasten.

Andere Nutzung des Pfarrhofes:

- Der Pfarrhof könnte teilweise oder zur Gänze von der diözesanen Caritas z.B. für
Obdachlose, betreutes Wohnen oder Flüchtlinge genützt werden.
Erster Schritt: zwei Gemeindemitglieder werden beauftragt, mit der diözesanen Caritas
Kontakt aufzunehmen.

- Der Pfarrhof wird von der Stadt Wien für kommunale oder kulturelle Aufgaben
übernommen.
Erster Schritt: zwei Gemeindemitglieder werden beauftragt, mit der Stadt Wien Kontakt
aufzunehmen.

- Das Gebäude wird von der Pfarre aus an private Mieter angeboten.
Erster Schritt: Ausschreibung in geeigneten Medien.

Modell Pfarrhof-Renovierung in kleinen Schritten in Eigenregie:

Unabhängig von der Nutzung ist das Gebäude renovierungsbedürftig:
- schadhafte Fenster,
- feuchte Mauersockel,
- abbröckelnde Fassade,
- erneuerungsbedürftige Elektroleitungen, Frisch- und Abwasserleitungen.

In der Gemeinde gibt es sicher handwerklich geschickte Männer und Frauen, die mit ihrer Hände
Arbeit etwas bewirken können und wollen. Es gibt unter ihnen auch Fachleute vom Bau,
vielleicht auch professionelle Handwerker. Wie schon vor Jahren bei der Adaptierung des
Vietnamhauses für vietnamesische Flüchtlingsfamilien könnte so eine Aktion auch einen starken
Impuls für das Gemeindeleben bringen.
Erster Schritt: Interessierte Gemeindemitglieder bilden eine Arbeitsgruppe,
Bestandsaufnahme mit Renovierungs-Fachleuten

Modell Vietnamhaus als Flüchtlingsquartier reaktivieren:

Erster Schritt: Caritas-Mitarbeiter aus der Pfarre bilden ein Team,
Bestandsaufnahme, Renovieren.
Grund verkaufen
Vor Jahren hat die Pfarre im Einvernehmen mit der Erzdiözese für die Errichtung des
Pfarrzentrums (1969 eingeweiht) durch Verkauf eines Grundstücks die notwendigen finanziellen
Mittel beschafft. Die „Pfarrwiese“ (der alte Rapidplatz) gehört noch immer der Pfarre und ist
derzeit nur verpachtet.
Die Pfarre besitzt auch noch außerhalb von Wien einen Acker, der
verpachtet ist. Durch den Verkauf dieser Grundstücke könnten sicherlich beträchtliche Mittel
bereitgestellt werden sowohl für die Sanierung bestehender Gebäude wie auch eines eventuellen
Neubaus. So bliebe der Pfarrhof auch weiterhin der Pfarre erhalten und würde nach erfolgter
Sanierung vielseitige Funktionen erfüllen. In Anbetracht seiner zentralen Lage im Ort könnte der
Pfarrhof als eine Art christliches Zentrum für alle christlichen Konfessionen eingerichtet werden.

Natürlich muß so ein Verkauf von der Diözese genehmigt werden und die Chancen sind nicht
sehr hoch, aber einen Versuch ist es allemal wert.

Freunde-Verein

Eine zusätzliche Möglichkeit wäre die Gründung eines Vereins, der die Pfarre ideell und
finanziell unterstützt bei der Erhaltung dieses geschichtsträchtigen Baues. Dafür kommen
Hütteldorfer in Frage, die an der Geschichte des Ortes und besonders dieses Gebäudes
interessiert sind. Sie müssen nicht notwendigerweise selbst finanzkräftig sein, aber Ideen und
Kontakte fürs Fundraising mitbringen. Schließlich finden sich im Inneren des Pfarrhofs Bauteile
aus verschiedenen Stilepochen, die von der Gotik bis ins 19. Jahrhundert reichen. Um
Interessierte zu erreichen, könnte im Pfarrhof eine informative Ausstellung eingerichtet und
eventuell Führungen veranstaltet werden.

Kinderkrippe:

Das Vietnamhaus ist dafür aufgrund der Größe und Anordnung der Räume ungeeignet.
Sinnvoller scheint es, Räumlichkeiten dafür anzumieten, zumal derzeit in Hütteldorf zwei
geeignete Lokalitäten freistehen. Dadurch könnte auch die Kinderkrippe wesentlich schneller in
Betrieb gehen.

Es überrascht auch, warum wegen des Bedarfes einer Kinderkrippe gleich ein ganzes
Bauprogramm im siebenstelligen Bereich in Gang gesetzt werden soll.

Finanzielle Aspekte

Über die finanziellen Aspekte im Zusammenhang mit den Planungen wurden bisher keine
Angaben gemacht. Für eine konkretere Planung wird eine Finanzvorschau für die Pfarre und
ebenso von der Kindergartenverwaltung für die nächsten fünf Jahre benötigt, um eine sichere
Entscheidungsgrundlage zu haben. Dabei müßten auch andere generelle Einsparmöglichkeiten
geprüft werden.
Diese Überlegungen sind das Ergebnis von Diskussionen
einer Gesprächsrunde mit den Teilnehmern:


Peter Krause; Friederike Schwarzendorfer; Marianne + Hermann Hunger;
Claudia Vock; Alfred Dangl; Christiane + Johann Pumhösl, Lilli Donnaberger

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MAG. GUNTHILDE SCHMIDT
Linzer Straße 352/8/1
A-ll4O Wien
An das Pfarramt Hütteldorf

Linzer Straße 422 1.7.2015

Betrifft: mögliche Bauprojekte
Sehr geehrte Damen/Herren!
Wenn das Denkmalamt noch ein Amt für Denkmalschutz sein
sollte, müßte das heutige Ensemble erhalten bleiben.
Vielleicht gibt es mit Hilfe des Denkmalamtes eine finanzielle Hilfe.

Pfarrhof, Erhaltungsarbeiten ca. E 800.000,—: Die Erhaltung des heutigen Ensembles wäre eine finanziell über
schaubare Lösung, der Ortskern Hütteldorf bliebe erhalten.Eine Finanzierung mit Bauträger in Millionenhöhe, brächte
mehr Arbeit und Sorgen, und wäre zudem ein nicht abschätzbares Risiko.
Nachteile: Der Pfarrgarten ginge verloren, Bäume (CO2 Schlucker und Sauerstoffspender) müßten eliminiert werden.
Dafür werden Betonbauten mit giftigem Dämmaterial (jetzt üblich), billigen Luminat Fußböden u.a, errichtet werden.
Eine Tiefgarage sorgte für noch mehr Autos! Noch hat der heutige Ortekern Hütteldorf eine Seele.
Mit Dank für Ihre viele Mühe und herzlichen Grüßen

GUNTHILDE SCHMIDT

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Gedanken nach der Informationsveranstaltung am 21. Mai 2015

Solange Die Situation der Pfarrfinanzen nicht offengelegt ist,
kann man die Notwendigkeit und die Sinnhaftigkeit für ein Bauvorhaben nicht einschätzen.
Ich halte die Veranstaltung für ein Theater, welches Stimmung machen soll,
damit hier ein Immobiliengeschäft eingeleitet werden kann.

Johann Pumhösl
22. Mai 2015

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Ideen von Eva Haubert:

Angebot an Fürst Liechtenstein - Privatbank im Pfarrhof(ehemaliges Schlösschen) Pfarrhof wird an Bank verkauft.

Beziehung der Fam.Liechtenstein zu Hütteldorf - Grab an Kirchenmauer von Tante und tolles gespendetes  Meßgewand

Ärztezentrum priv. Ärzte - Rechtsanwaltskanzlei - Notar?

Bei Neubau ein Wohnhaus für Lehrlinge, Studenten etc. wie Gebäude

Wientalstraße  (Arbeiterkammer, Gemeinde?)

Oder Ausbildungsheim für Jungfußballer (Rapid, wäre ja sehr günstig in der Nähe vom Stadion)

Angeschlossen noch ein Projekt der Johanniter. Könnten als ev. Bauträger angesprochen werden.

Projekt:

Johanniter Residenz Schichtgründe

Leben.Wohnen.Service

Ihr Haus ist Ihnen zu groß geworden, der Weg zur Wohnung ohne Lift ist  beschwerlich. Sie wünschen sich eine gemütliche Bleibe und Nachbarn in Ihrem Alter. Sie möchten einen Ansprechpartner in Reichweite, der hilft, wenn eine Glühbirne kaputt geht oder Sie bei der Organisation von Essenszustellung, Pflege und sozialen Diensten unterstützt.In der Johanniter Residenz Schichtgründe finden Sie ab 2016 diesen speziellen Service!

Vorsorgen

Die Appartements eignen sich speziell für Menschen, die gerne selbstständig wohnen möchten ohne auf Sicherheit und Komfort zu verzichten. Das Angebot richtet sich an Personen, die Wert auf Beratung und Unterstützung aus einer Hand legen und dafür Sorge tragen möchten, dass es ihnen im Falle einer Krankheit, Behinderung oder Pflegebedürftigkeit an nichts fehlen wird.

Gemeinsam statt einsam

In der Johanniterresidenz Schichtgründe finden sich Menschen mit ähnlichen Bedürfnissen, zum Plaudern oder für gemeinsame Aktivitäten. Ein Aufenthaltsraum lädt zum geselligen Beisammensein ein und bietet Platz für Spieleabende, ein Kaffeekränzchen, Tanzabende und vieles mehr.

Die Johanniter unterstützen bei der Planung von Ausflügen oder Veranstaltungen – ganz nach dem Motto „Gemeinsam statt einsam“! Gemeinsame Unternehmungen sind ein Angebot, aber keine Verpflichtung!

In Kürze:

  • 53 Mietwohnungen
  • barrierefrei
  • Conciergeservice
  • Hausnotruf

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Wolfgang Faltus:

 

Danke für die Information. Nach einmal Schlafen erste Gedanken:

1.) Meiner Ansicht nach ist das Abreissen des Vietnamhauses billiger als ein Revitalisieren

 Die Pfarre Münchendorf hatte ähnliche Probleme (nur keine schützenswerte Gebäude ausser der Kirche.

Man baut derzeit ein Haus für betreutes Wohnen hinter der Kirche, für Bau und Betreiber ist HEIMAT ÖSTERREICH als Bauträger (in WIEN möglich?)verantwortlich.

Pfarre stellt GRUND und zusätzliche Ehrenamtliche für Betreibung zur Verfügung. 

Gebe wohl Pumhösl und Lilli recht, doch glaube ich, dass sich unser Einsatz als PFARRE auch für die Entwicklung der PFARRE NEU gut auswirken kann

An Wohnungen würde auch ich Kindergarten; Hort, Startwohnungen und betreutes Wohnen preferieren – denn Luxuswohnungen können eher nicht Pfarraufgabe sein(obwohl sie natürlich   hohe Einnahmen brächten) und junge Menschen können sich dann die Miete nicht leisten.

Was das Bauamt und die Liegenschaftsverwaltung der ED Wien wirklich genehmigt und inwiefern wir finanziell unterstützt werden würden, müsste VORHER viel genauer hinterfragt werden.

Das Architektenteam sollte eine viel genauere EINNAHMEN-Rechnung für die Pfarre vorlegen.

Ob der Umbau des Pfarrhauses wirklich so genehmigt würde, wage ich zu bezweifeln.

An der Hüttelbergstraße sollte kein weiteres Gebäude errichtet werden.(Ensemblewirkung)

2.) Eine kleine Pfarre im Speckgürtel von Wien wollte ihre Einnahmen vergrößern und baute 28 Genossenschaftswohnungen mit ALPENLAND.

Aus dem Baurecht bekommen sie nun monatlich EUR 1.600,--.

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From: "Barbara Roth" < Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. >
Sent: Thursday, June 04, 2015 4:17 PM
To: "Pfarre Huetteldorf" < Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. >
Subject: baulische Änderungen

> Lieber Pfarrgemeinderat!
> Ihr wünscht Euch Meinungen zum Thema bauliche Änderungen. Ich versuche,
> meine in Worte zu fassen:
> Ich denke, was wir wirklich brauchen, ist die Kirche - als Ort der Stille,

> als Ort, wo man aus der Betriebsamkeit aussteigen kann, als einen Ort, der

> dem Gebet vorbehalten ist, einen Ort, um Gottesdienst zu feiern, einfach
> einen heiligen Ort ... Ich denke, ein Dorf wie Hütteldorf, braucht so
> einen Ort.
> Von Finanzen verstehe ich nichts; aber wenn es schwierig ist, 3 Gebäude zu

> erhalten, ist es wohl leichter, nur eines zu erhalten, und da halte ich
> die Kirche für das wichtigste.
>
> Barbara

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Peter Krause: Resumee der Informationsveranstaltung am 21. Mai2015 betreffend

mögliche Bauvorhaben der Pfarre Hütteldorf

Die Veranstaltung war interessant und aufschlußreich und gab auch einen guten Einblick in die Überlegungen eines Architekten und die daraus resultierenden Varianten. Positiv hervorzuheben ist, daß Architekt Loebus ohne konkreten Planungsauftrag und daher kostenlos seine Vorschläge erstattet hat.

Vietnam-Haus: Eine Sanierung und Adaptierung als 2gruppige Kinderkrippe mit Kosten von 600.000 Euro kommt nicht in Frage bzw. ist nur mit einem Kredit möglich. Rentabilität?

Neubau: Je nach Umfang (12-30 Wohnungen) werden hiefür etwa 2,5 - 3 Millionen Euro veranschlagt. Das kann die Pfarre nicht selbst finanzieren, also kommt dafür nur ein Bauträger in Frage.

·      Zunächst müßte eine Grundstücksteilung erfolgen, denn dem Bauträger für die ganze Pfarrhofparzelle en Baurecht einzuräumen wäre unverantwortlich.

·      Der Bauträger erhält für 99 Jahre das Recht, ein Gebäude zu errichten und es wie ein Eigentümer zu nutzen. Seine Einnahmen werden auf 115.000 – 140.000 Euro im Jahr geschätzt. Unter Berücksichtigung der Kosten ergibt das eine Amortisation in 25-30 Jahren.

·      Sollte die Pfarre sich in dem Gebäude einmieten (z.B. Kinderkrippe), muß sie wie alle anderen auch Mietzins und Betriebskosten zahlen.

·      Der an die Pfarre für die Grundstücksnutzung zu entrichtende Bauzins beträgt 1,5 bis 2 Euro/m2 im Jahr.

·      Die Pfarre hat keinerlei Einfluß auf die Nutzung des Gebäudes.

·      Das Bauträger-Gebäude bildet einen Fremdkörper im Pfarrareal (auf 3 Seiten von der Pfarre umschlossen, 4. Seite Hüttelbergstraße).

·      Gegebenenfalls sind auch Streitigkeiten nicht auszuschließen, z.B. wegen Glockengeläute, Kirchturmuhr, Kindergartenlärm, Pfarr-Parkplatz usw.

Ergebnis: Es verdient nur der Bauträger, die Pfarre hat praktisch überhaupt nichts davon, der Bauzins ist nicht nennenswert.

Es ist verständlich, daß die Pfarrfinanzen auf dieser Veranstaltung nicht ausgebreitet wurden, aber intern ist eine Finanzvorschau auf die nächsten fünf Jahre notwendig, dann kann beurteilt werden, was die Pfarre finanzieren kann und ob und in welchem Ausmaß Kredite aufgenommen werden können. In der Vergangenheit wurde das vom Pfarrgemeinderat sehr verantwortungsbewußt wahrgenommen, und daran soll sich nichts ändern.

Nach Maßgabe des Ergebnisses der Vorschau kann eventuell ein Vorhaben erwogen werden, das in Schritten umgesetzt werden kann, z.B. Sanierung/Ausbau des Pfarrhofes oder Sanierung des Vietnam-Hauses als Flüchtlingsquartier.

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