Vater sein – meine wichtigste Aufgabe im Leben

„Vater sein ist die wichtigste Aufgabe, die ich in meinen Leben wohl haben werde“, sagte Wilfried Moser, Vater eines 7-jährigen Mädchens und eines 4-jährigen Sohnes, beim Vatertags-Gottesdienst am 14. Juni 2015 in Wien Hütteldorf.

Drei Punkte sind „mir wichtig“, so Moser in seinem kurzen Statement:

• „Zeit mit den Kindern zu verbringen. Das allerwichtigste ist Zeit, die man sich nehmen muss mit den Kindern“. Seinen Vater habe er wenig gesehen. Er versuche das „anders zu handhaben“, indem er rechtzeitig von der Arbeit nach Hause gehe.

• „Rituale.Eingespielte Rituale“. Dazu gehöre das „gemeinsame Abendessen“, wo man miteinander reden könne, das Abendgebet oder mit den Kindern „in die Kirche gehen“.

• „Oma und Opa sind sehr wichtig; ja, dass die ganze Familie das tragt“. Ein Sprichwort besage: „Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf“, so Moser.

 

Heranwachsenden brauchen Anerkennung, Ermutigung und Wertschätzung

Schon zu Beginn des Gottesdienstes wurde auf den Beitrag von Kardinal Schönborn in der „Heute“-Zeitung vom 12. Juni hingewiesen, wo dieser betonte, Heranwachsenden tue es gut, vom eigenen Vater „Anerkennung, Ermutigung und Wertschätzung“ zu bekommen. In einer „vaterlosen Gesellschaft“ wie heute sei die Nähe des Vaters „ganz lebenswichtig“, weil er häufig durch Beruf, Arbeit und Stress „oft der große Fehlende in der Familie“ werde. Abschließend erinnerte Schönborn in seinem Beitrag an das 4. Gebot: „Ehre Vater und Mutter“ und fragte: „Was können wir am Vatertag tun? Auch wenn unser leiblicher Vater seine Fehler hat (wie wir alle), danken dürfen wir ihm allemal.“ 

 

Nach dem gestalteten Gottesdienst verteilte die Männerrunde Vatergebete, die Väter-Nummer der Zeitschrift „Ypsilon“ und Tatoos, mit denen die Kinder die Haut ihrer Väter verzieren konnten. Im Anschluss lud sie zum Pfarrcafe ein, wo das Gespräch darüber, wie lebe ich mein Vater sein angeregt fortgesetzt wurde.  Zudem bestand die Möglichkeit, das von der KMB neu entwicklete Spiel „Papalapap“ miteinander zu spielen, wo „Haarsträubende Geschichten von, mit und über Papa“ von der „ganzen Familie“ erzählt werden konnten – siehe auch www.papalapap.at