130 feierten im Garten des Ernst Fuchs Museums

Das gab es noch nie! Etwa 130 BesucherInnen sind am Feiertag, dem 4. Juni 2015, trotz des herrlichen Badewetters und für viele verlängerten Wochenendes zur Fronleichnams-Feier der Pfarre Hütteldorf St. Andreas in den schattigen Garten des Ernst Fuchs-Museums in die Hüttelbergstrasse 26 gekommen. Mit knapp der Hälfte, etwa 50 – 60 TeilnehmerInnen, hatten die Organisatoren gerechnet. Dass es mehr als doppelt so viele wurden, hatte vermutlich mehrere Gründe:

Etwas Einmaliges

- In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder die feierlichen traditionellen Fronleichnams-Umzüge („Prozessionen“ genannt) mit wehenden Fahnen, Baldachin ("Himmel") und Monstranz auf befahrenen Straßen und an bewohnten Häusern vorbei einschließlich einem Hochamt gegeben, – z.T. auch mit benachbarten Pfarren gemeinsam, mit einem erheblichen organisatorischen und logistischen Aufwand verbunden, aber auch entsprechendem Risiko bei wetterbedingter Absage.

- Diesmal war das katholische „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“ – so der offizielle Name – eine auf das wesentliche, das stärkende Brot, ausgerichtete Feier – in zeitgemäßer Sprache, mit modernen Liedern schön gestaltet, ohne Umzug an einem einzigen Ort.

- Der war sicherlich mit dem Garten des Ernst Fuchs Privat Museums, der 1888 erbauten Otto Wagner Jugendstil-Villa, die im Pfarrgebiet liegt, etwas Besonderes, zugleich Ein- und Erstmaliges.

Brot stand im Zentrum

Da wurde am Beginn von „Brot, das die Hoffnung nährt, Freude, die der Trauer wehrt“ gesungen, ein Schuldbekenntnis mit einem feierlichen „Kyrie eleison“ (Herr erbarme Dich) abgeschlossen, eine Befreiungs-Geschichte (aus dem Buch Exodus) und eine Frohen Botschaft (Evangelium) gelesen, ehe Pfarrer Gustav Murlasits über das stärkende Brot sagte: „Wir ewig hungrigen Brot-Menschen, mit Hunger nach Brot, Leben, Sinn, Liebe – wenn wir schreien: Gib uns etwas, wird uns Jesus sich selbst als Brot des Lebens geben, und wir werden satt“.

In der anschließenden Danksagung (Eucharistiefeier) ging es um „Dieses kleine Stück Brot“, dass auch ein Lied war. Seine durch das Teilen verändernd-sättigende Kraft wurde sehr konkret spürbar. Kein Problem war es, die begrenzte Anzahl von Liedtexten und – in der folgenden gemeinsamen Agape – auch die Trinkbecher familienweise miteinander zu teilen. Es bewahrheitete sich das gesungene Lied „Wenn das Brot, das wir teilen, für alle reicht ...“ Jede/r Besucher oder Besucherin konnte von den köstlichen Broten, leckeren Aufstrichen, vielfältigen Kuchen und Säften so viel essen und trinken wie er oder sie wollte. Alle wurden satt. „Unser Leben sei ein Fest“ wurde nicht nur gesungen sondern vor Ort erlebt. Dem entsprechend froh, dankbar und zufrieden waren die TeilnehmerInnen.

Gestärkt durch die Feier besuchte anschließend noch eine beachtliche Anzahl von Personen das prachtvolle Ernst Fuchs Museum mit seiner gegenwärtig laufenden „Salvador Dali – Ernst Fuchs“ Sonderausstellung zu einem begünstigten Eintrittspreis.

Das Museum hat von Dienstag bis Samstag jeweils von 10.00 – 16.00 Uhr geöffnet.