Berichte aus dem Kirchenjahr

 

Ergebnis der Pfarrgemeinderatswahl 2017

Am 27. April fand die konstituierende Sitzung des neugewählten Pfarrgemeinderates statt. Als stellvertretende Vorsitzende wurde Lilli Donnaberger gewählt.

Das Leitungsteam (die Nachfolge dessen, was früher Vorstand hieß) besteht aus den amtlichen Mitgliedern PfarrerPastoralassistent und stv. Vorsitzende und aus zwei weiteren gewählten Mitgliedern: Jakob Schade und Karoline Jezik wurden in dieses Gremium gewählt.

gewählte Mitglieder

 

gewählte

Ersatzmitglieder

Barbara Roth 

Françoise Delamare

Jakob Schade

 

Franz Vock

Gregor Lötsch

Alexander Wanzenbeck

 

Stefan Pelz

 

Doris Mandl

Karoline Jezik

 

Barbara Sburny

Lilli Donnaberger

 

Jolanta Roch-Bräuer

Miroslav Halák 

Helmut Gerold

 

 

 

Vorstellung der PGR Kandidaten 2017

Françoise Delamare

1957 in Frankreich geboren, kam ich 1982 für eine Gesangsausbildung nach Wien. 

Hier fühlte ich mich sofort zu Hause, habe einen Wiener geheiratet und im Staatsopern-Zusatzchor gesungen. Ich habe drei Kinder und zwei Enkelkinder. 

Herbst 2014 durfte ich das Projekt „Lebende Erde“ in unserem Pfarrgarten ins Leben rufen. Aus einer Vision wurde mit dem begeisterten und kompetenten Einsatz von Karoline Jezik tatsächlich ein Treffpunkt für ganz verschiedene Menschen entwickelt. Freundschaften entstanden, und die Naturerfahrung ist unsere beste Ernte. Wie wir zu den Einwohnern der Erde sind, ist die Erde auch zu uns - im Garten und weltweit. Deswegen bin ich begeistert vom Projekt Pfarrgemeinde FairWandeln und fühle mich schon als ein Teil davon. Ich habe eine herzliche Verbindung zu unseren Senioren, möchte auf sie hören und mich für sie im PGR engagieren.

Das Leben in der Gemeinde hilft, mich für das Wesentliche zu öffnen. Immer wieder die berührende Nähe Gottes zu spüren, sowie seine unendliche Liebe. Weil mir diese Werte wichtig sind, stehe ich dem Pfarrgemeinderat zur Verfügung.

Elisabeth Donnaberger:

Hütteldorf ist meine Heimatpfarre seit Kindertagen, ist es auch über die 10 Jahre meines Afrikaaufenthaltes hinweg geblieben. Daher freue ich mich, wenn ich im PGR an der Gestaltung des Lebens in dieser Pfarre mitarbeiten kann. Gerade jetzt ist die Arbeit des PGR besonders interessant: der Entwicklungsprozess in der Diözese stellt jede Pfarre vor die Aufgabe, sich ihre Rolle in der Gesellschaft neu bewußt zu machen, Gott in dieser Gesellschaft zu bezeugen und lebendig sein zu lassen. Wir sollen auch mit den benachbarten Pfarren im Entwicklungsraum zusammenwachsen, diese Aufgaben mit ihnen gemeinsam anpacken – das ist zugleich Herausforderung und Chance. Dazu steht mir als Dekanatsvertreterin im Vikariatsrat auch ein guter Überblick über diesen Prozeß mit Außensicht zur Verfügung.

Zugleich bekommen wir einen neuen Pfarrer, mit dem wir als Pfarre unseren gemeinsamen Weg zur Gestaltung des Pfarrlebens finden müssen. An allen diesen Aufgaben in einem engagierten PGR-Team mitzuarbeiten, auch die Pfarrgemeinde intensiv einzubinden, das motiviert mich, bei dieser Wahl zu kandidieren! Und es fällt mir oft auf, dass das Ähnlichkeiten hat mit meiner Arbeit in den Entwicklungsprojekten in Afrika und anderen Kontinenten, dass ich meine Erfahrung dort auch hier gut einsetzen kann.

Von den konkreten Themenkreisen, deren Gestaltung und Koordination ebenfalls Aufgabe des PGR ist, möchte ich meine bisherigen Aufgaben weiterführen, das sind Caritas, Bibelarbeit, Weltkirche und Entwicklung sowie Dialog mit den Weltreligionen; dazu das Projekt „Pfarrgemeinde FairWandeln“, das wir im vergangenen Jahr als Pilotpfarre beginnen konnten, das manche dieser Themen verbindet und neuen Schwung hineinbringt. Zugleich ist es mir wichtig, die Verbindung dieser Bereiche mit dem PGR zu stärken. 

Miroslav Halák

In der Pfarrgemeinde Hütteldorf haben wir als Familie (mit meiner Frau Kristina und meiner Tochter Marina) in dem Jahr, in dem wir hierher umgezogen sind, einen freundlichen Zufluchtsort zu unserer geistigen Stärkung gefunden. Vor allem die Offenheit des Herrn Pfarrers und die herzliche Toleranz der Gemeinde gegenüber dem manchmal störenden Herumlaufen unserer kleinen Marina, während den Sonntagsmessen, lässt uns das Gefühl spüren, willkommen zu sein. Gerade wegen unseres Migrationshintergrunds, einer jungen Familie aus der Slowakei, ist die Akzeptanz durch die engste Gemeinde und ein Wissen, dass man sich hier willkommen fühlen kann, sehr wichtig. Aus diesem Grund und als Zeichen meiner Dankbarkeit möchte ich mich mit meiner aktiven Teilnahme an den Tätigkeiten des Pfarrgemeinderates, an den Planungen, Vorbereitungen und Realisation von Veranstaltungen der Pfarre Hütteldorf beteiligen. Aus meiner Kompetenz und meiner Orientierung im Bereich Kunst und Kultur (ich bin ein promovierter Kunsthistoriker) würde ich mich sehr gerne bei dem kulturellen Programm und Veranstaltungen der Pfarre nützlich machen. Ich würde gerne das Angebot des Freizeitzentrums der Pfarre um Vorträge, Diskussionen, abendliche Reiseberichte, oder vielleicht Lesekreise bereichern. Als Vater von zwei Kindern möchte ich auch beim Gestalten des Kinderprogramms in der Pfarrgemeinde behilflich und kreativ mitwirkend sein.

            Hiermit möchte ich mich auch für das Vertrauen, geäußert durch das Ansprechen meiner Person, ob ich für den Pfarrgemeinderat kandidieren möchte, herzlich bedanken. Es würde mir eine Ehre sein, der Gemeinde zu helfen und bei der Zusammenarbeit an dem Vorankommen des fröhlichen christlichen Zusammenlebens Hand anzulegen. 

Gregor Lötsch

•     Geboren 1976 (Alter 40) als Gregor Rauchenberger in Wien Josefstadt,

seit 13 Jahren wohnhaft in der Pfarre St. Andreas/Hütteldorf

•     Wirtschaftsstudium in Wien und Antwerpen (Belgien)

•     Beruflicher Werdegang als Berater für Entlohnungsthemen 13 Jahre beim

globalen Versicherungsmakler Aon in einer speziellen Sparte für

Personalberatung, seit Februar bei SOS Kinderdorf International Leiter

für Entlohnungsthemen

•     Verheiratet seit 2010 mit Birgit Lötsch, Tochter Sarah Kaja geboren 2012

•     Interessen Sprachen und Linguistik, Musik (Gitarre, Mandoline und Gesang) und Reisen

In meiner Jugend und im Studium war ich aktiv in der Pfarre Alser Vorstadt (Dekanat 8/9) als Leiter der Jungschar und Jugend, Musikgruppe,

Taizé-Gemeinde, Jugend-Caritas, Tischvater bei der Erstkommunion, Gruppenleiter der Sternsinger, und auch Pfarrgemeinderat.

Der Pfarrgemeinderat bedeutet für mich, passende Rahmenbedingungen für ein aktives Gemeindeleben zu ermöglichen. In der Pfarre sollen verschiedene Generationen Heimat finden und zusammenwirken, sowohl in Bezug auf spirituelle Herzensbildung als auch bewusst tätig zur Verbesserung der Lebenssituation für Bedürftige und Einsame. Die Gemeinde soll auch für Menschen ansprechend und einladend sein, die ihr Naheverhältnis zur Kirche verloren haben oder Suchende sind.

In der Pfarre interessiere ich mich für die Bereiche Kinder und Jugend, Familie sowie Musik und Kultur. Ich bin zwar beruflich und familiär zeitlich stark eingeschränkt, versuche aber trotzdem regelmäßig mit meinem Kind die Messen und Pfarrveranstaltungen zu besuchen, weil es mir wichtig ist, dass sie in diesem Bewusstsein aufwächst.

 

Karoline Jezik

Ich liebe die Natur, egal ob ich über unsere Berge im Wienerwald oder den Marathon neben der Donau laufe. Egal ob mit Schiern über den glitzernden Schnee oder mit Seil und Pickel höheren Gipfeln entgegen, hier spüre ich die Kraft und Allmacht Gottes, hier fühle ich mich als ein Teil von ihm und zugleich ist mir auch bewusst, dass ich/wir für den Schutz des Hauses, das wir gemeinsam teilen (Papst Franziskus), verantwortlich bin/sind. Mir ist es wichtig diese wunderbare Erfahrung der Kraft und Liebe Gottes an andere weiterzugeben und zu teilen.

Ich liebe meine Familie (habe inzwischen 20 Neffen, Nichten, Patenkinder). Ich möchte das Gefühl der Geborgenheit und Zusammengehörigkeit auch in unserer Gemeinde in Hütteldorf stärken und unterstützen.

Ich liebe es, das Unbekannte zu erforschen.  Ich reise daher gerne in Länder mit anderen Kulturen und Religionen und versuche das Fremde zu verstehen, zu begreifen und davon auch zu profitieren.  Für unsere Gemeinde wünsche ich mir ,dass neue Situationen, Anderes oder Fremdes nicht Angst machen, sondern vielleicht sogar als eine sinnvolle Ergänzung akzeptiert werden können.

 

Wir müssen keine Berge versetzen. Wir müssen nur Steine ins Rollen bringen(Verfasser unbekannt).

Doris Mandl

Ich bin 42 Jahre alt und lebe mit meinem Mann und meiner Tochter seit mehr als 15 Jahren in Hütteldorf. Ich möchte sehr gerne im Pfarrgemeinderat tätig werden, da dies eine schöne Möglichkeit ist, mich aktiv in unsere Gemeinde einzubringen und Kirche mitzugestalten. Gerne stelle ich meine Erfahrungen und meine Energie zur Verfügung, um in einer lebenswerten Pfarrgemeinde mitzuarbeiten.

Für mich ist Gott besonders in der Natur sichtbar und spürbar. Bereits seit meiner Kindheit empfinde ich eine starke Naturverbundenheit. Ich liebe es in der Natur zu sein, denn sie schenkt mir positive Energie und Kraft, inneren Frieden und Ruhe und lässt mich die Liebe Gottes spüren sowie das Wunder der Schöpfung erkennen.

Das alte Wissen über die Weisheit der Natur und die heilende Wirkung liegt mir besonders am Herzen. Die Natur beschenkt uns mit einer Fülle an Pflanzen, die Leib und Seele guttun.

Als Mutter einer 10-jährigen Tochter möchte ich mich gerne für die Kinder und Jugendlichen engagieren und ein Bindeglied zwischen den Generationen sein, denn ich halte es für erstrebenswert, dass Kinder ihren guten Platz in der Gemeinschaft der Pfarre finden dürfen. Sehr gerne möchte ich den achtsamen, wertschätzenden Umgang mit der Natur vermitteln, der mir als  Naturwissenschafterin und Naturliebhaberin besonders am Herzen liegt. Die Natur ist ein wundervolles Geschenk Gottes und eine schöne Möglichkeit, Gott begreifbar zu machen.

 

Stefan Pelz

Ich bin 16 Jahre jung. Derzeit besuche ich die HTL-Ottakring und bin dort in der dritten Klasse in der Abteilung Maschinenbau.

In meiner Freizeit bin ich Jungschar-Leiter und führe gemeinsam mit zwei Mädchen die zweit-jüngste Kindergruppe. Weiters mache ich gerne Sport oder unternehme etwas mit Freunden.

Meine Motivation, mich als Pfarrgemeinderat aufstellen zu lassen, habe ich von einer Gruppenleiterin von unserer Jungschar, die mich darauf aufmerksam gemacht hat, und durch die persönliche Bereitschaft, etwas für die Pfarre zu tun.

Mir persönlich ist die Vertretung im Pfarrgemeinderat wichtig, da dort Entscheidungen, die ausschlaggebend für die Pfarre sind, besprochen und diskutiert werden. Somit kann man die Meinung von anderen auch in den Pfarralltag einfließen lassen und somit versuchen, dass sich jeder wohlfühlt.

Für mich ist die Pfarre ein Ort, wo man seine Freunde trifft und gemeinsam etwas unternimmt, redet, spielt und Spaß hat. Dieses Gefühl möchte ich gerne an andere weitergeben. Dies fängt bei unserer Jugend an - und genau dort möchte ich ansetzen.

Ich würde mich auf die neue Aufgabe und über jede Unterstützung freuen.

Jolanta Roch-Bräuer

Ich bin am 16.11.1959 in Kwidzyn (Polen) geboren. 1982 kam ich nach Wien, studierte an der Wiener Uni Dolmetsch (Deutsch, Polnisch, Russisch).

Geschieden, zwei Töchter (33 und 24), ein Enkelsohn (4).

 

Ich bin bei der Atombehörde, mittlerweile nur mehr als Teilzeitkraft, beschäftigt.

 

Was unsere Pfarre betrifft, so gefällt mir der Einsatz und die Einstellung unseres Pfarrers. Weiters der Zusammenhalt, die Offenheit und die Freundlichkeit der Mitmenschen. 

Auf die Runde des Sonntagskaffees als Diskussionsplattform diversester Art freue ich mich besonders.

 

Was meine Tätigkeit im Rahmen der Pfarrgemeinde betrifft, so sehe ich mich im karitativen Bereich am liebsten, was auch immer das sein könnte.

Ich könnte auch Pfarrcafé vorbereiten, etc.

Wenn der Bedarf besteht, könnte ich auch ältere Menschen betreuen.

Barbara Roth

 

Da ich schon mein ganzes Leben in der Pfarre Hütteldorf lebe, ist mir die Verbindung von Tradition und Weiterentwicklung ein großes Anliegen.
Meine Fähigkeiten, Begabungen und Kenntnisse möchte ich besonders im Bereich der Liturgie einbringen:

Ich möchte zu zeitgemäßer, lebendiger, fröhlicher Gestaltung von Gottesdiensten beitragen, in denen Gemeinschaft und gemeinsamer Glaube spürbar sind, alle Altersgruppen Platz haben und aus denen jeder Kraft und Energie, Anregungen und Wegweisung für sein geistig/geistliches Leben mitnehmen kann.
Ein weiteres Anliegen ist mir korrekte Information der Pfarrmitglieder in allen schriftlichen Veröffentlichungen der Pfarre (Monatszettel, Plakate, Pfarrblatt usw.).
Was mir persönlich wichtig ist: Beten, Träumen, Wandern …
Übrigens: Ich bin Religionslehrerin in der Volksschule Hütteldorf (im vorletzten Dienstjahr). Meine Familie: 4 Geschwister, 10 Nichten und Neffen, 1 Großnichte, 1 Großneffe, 1 alte Tante in Klagenfurt.

Barbara Sburny

Mein Motto für meine Kandidatur für den Pfarrgemeinderat 2017 lautet

Spiritualität und Dialog

Ideen für meine Tätigkeit im Pfarrgemeinderat:

Begegnungsräume für einen respektvollen Austausch in unserer Pfarre und unserem Umfeld schaffen - auf Basis vorhandener Erfahrung und Strukturen:

o   inter-kulturelle/-religiöse Treffen zu konkreten Themen über die Pfarrgrenzen hinaus (zB mit Impulsvortrag, Musik, Spiel und Kennenlernen von Bräuchen und Werten)

o   gemeinsame Reflexionen zu einem aktuellen Thema (zB nach der Messe zur Predigt/Lesung)

o   Ansprechpartnerin für die Mitglieder der Pfarrgemeinde

Was bringe ich dafür mit?

·      Kommunikations- und Achtsamkeitsübungen, Coaching und Stressmanagement, Leitung von Workshops

·      Spiritualität, Herzensfreude und Kraft aus meiner Yogapraxis, religiösen Schriften und theologischer Weiterbildung, Flüchtlingsarbeit seit der Jugend, Reisen auf 4 Kontinenten

 

„Warum wagen wir solche Schritte? Weil die Zuversicht stärker ist als der Zweifel und dies Fortschritte ermöglicht.“ (Bundespräsident Alexander Van der Bellen bei seiner Angelobung)

 

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Barbara Sburny

Europasekretärin, Referentin in der Abteilung für Internationales in einer Versicherung/Bank

Psycho-soziale Gesundheitstrainerin und Yogalehrerin

Franz Vock

Ich bin 1956 im Weinviertel geboren, lebe seit 1993 in Hütteldorf, bin nach 20 Jahren Ehe geschieden und habe 2 Söhne, 1 Tochter. Schnell fühlte ich mich hier wohl und die Pfarre wurde für mich Heimat. Ich freue mich über das rege Pfarrleben, dessen Weiterentwicklung mir ein großes Anliegen ist. Unser Pfarre steht vor großen Herausforderungen: Übergang zu einem neuen Pfarrer, sanierungsbedürftige Gebäude, im Entwicklungsraum als Pfarrgemeinde unseren Platz finden, Hütteldorf mitgestalten. Gerne bringe ich meine Erfahrungen, Fähigkeiten und Kenntnisse mit ein. Als Politikwissenschafter, Psychologe, Theologe bin ich in der Katholischen Aktion Wien für Öffentlichkeitsarbeit und Projekte verantwortlich. In 10 Jahren als Krankenhausseelsorger habe ich zu einer anerkannten Entfaltung und Vernetzung der interreligiösen Seelsorge beigetragen. Als ausgebildeter Landwirt liebe ich die Natur. Ein achtsamer und wertschätzender Umgang, am Puls der Zeit sein, im Dialog mit den Menschen und dem Schöpfer auf vorhandenem auf- und Brücken bauen, Lösungen suchen und integrieren sind mir dabei im Verbund mit Stille und Zuhören wesentliche Elemente. Am Puls der Zeit sein, in einer ansprechenden Pfarrgemeinde leben, wo Menschen verschiedener Herkunft und Generationen Heimat finden, in einer globalisierten Welt zusammen an Seiner neuen Welt weiter bauen und das Leben feiern ist das Ziel. Gerne bin ich ein Teil davon.

Jakob Schade

Pfarre bedeutet für mich besonders eines – Gemeinschaft. Sie ist ein großes Zusammenkommen von Menschen aus vielen verschiedenen Generationen und Gesellschaftsschichten, denn jeder wird aufgenommen und jeder, der möchte, darf dabei sein. Der Pfarrgemeinderat hat für mich die Aufgabe, diese Gemeinschaft zu fördern und weiterzuentwickeln. Dabei ist es ganz wichtig mit der Zeit zu gehen, um auch jungen Leuten einen Grund und eine Möglichkeit zu geben, sich in das Leben in der Pfarre einzubinden. Schwierig macht diese Integration einfach, dass die eigenen Vorstellungen nicht ganz mit denen der Alteingesessenen übereinstimmen und für viele jungen Menschen ein Grund sind, sich von der Kirche abzuwenden. Dabei sollte sie doch auch ein Platz sein, an dem man verschiedene Ansichten und Gedanken zusammenbringen und austauschen kann. Kinder und Jugendliche haben in der heutigen Zeit immer weniger Möglichkeiten und Gründe, sich im „realen Leben“ zu treffen. Unsere Gesellschaft hat sich immer mehr digitalisiert und Kommunikation und Interaktion erfordert kein persönliches Zusammenkommen mehr. Umso wichtiger ist es, dass wir in unserer Pfarre einen Platz bieten, an dem Kinder und Jugendliche zusammenkommen können, um etwas gemeinsam zu machen – Gemeinschaft zu leben.

Alexander Wanzenbeck

Mein Name ist Alexander Wanzenbeck. Ich bin am 20.02.1956 in Wien geboren. Seit 1983 verheiratet mit Frau Eva, 3 Kinder: Stefanie 33, Roland 32 und Sonja 31 Jahre alt. Von Beruf selbstständiger Spenglermeister. Nebenberuflich Fachvorträge für Wifi Wien und Vorträge über Arbeitssicherheit. Ich trete ein für die Beständigkeit der Familie. Voraussetzungen sollten so sein, dass der Zusammenhalt wichtiger ist als eine Trennung.

 

Helmut Gerold

Ich bin am 31.10.1961 in Judenburg geboren. Nach profunder Ausbildung im gastronomischen Bereich sowie in der Solartechnik im Ausland bin ich nun wieder in Österreich. Wohnhaft in der Bujattigasse 11/1/23. Derzeit befinde ich mich in Ausbildung zum Diakon. Eine Aufnahme für das Priesterseminar strebe ich natürlich an, es ist noch Alles im Laufen. Wochentags arbeite ich derzeit mit Frau Sieber als Messner, was ich ab Herbst vollständig übernehmen werde. Des weiteren betreue ich in der Ruprechtskirche eine Taizégruppe sehr erfolgreich. Dabei überlasse ich Nichts dem Zufall, um auch jeden Mittwoch ein volles Gotteshaus zu haben. Aber nicht ein Einzelner dann dies bewerkstelligen, sondern stets in Zusammenarbeit. Dies muss auch für den Pfarrgemeinderat gelten. Es ist erschreckend, mitansehen zu müssen, dass in der Pfarre St. Andreas wochentags nur ein kleiner, aber harter Kern sich einfindet. Man hört nur, jeder sei berufstätig, und so bleibt auch nur hin und wieder Zeit mit Familie und Kindern den sonntäglichen Gottesdienst zu feiern. Das sich eingeschlichene Leben mit der Kirche besteht in vielerlei Fällen nur noch aus Traditionen wie: Taufe, Erstkommunion, Firmung, Eheschließung und die Totenfeier. Jeder findet eine Ausrede, um sich einem regelmäßigen Besuch des Gottesdienstes zu entziehen. Es ist sehr wohl die Aufgabe des Pfarrgemeinderates, mit viel Kleinarbeit im Kollektiv daran zu arbeiten, diese Situation zu ändern. Es muss das Ziel sein, den Glauben zu verbreiten, und seine eigenen Belange in den Hintergrund zu stellen. Aber wie in vielen anderen Pfarren bleibt dies wohl ein Wunschdenken

 

 

Ein Moschee-Besuch – um mehr über den Islam zu erfahren

Hütteldorfer Frauen und Männer erlebten ein offenes und kollegiales Miteinander

Um mehr über den Islam zu erfahren, trafen sich auf Initiative von kfb und KMB am Hauptsitz der Union Islamischer Kulturzentren (UIKZ) in der Pelzgasse 9, 1150 Wien, am 27. Oktober 2015 20 HütteldorferInnen zu einem Moschee-Besuch.

Fünf Säulen und manche Ähnlichkeiten

Das feierliche Singen der Eröffnungssure durch einen Imam stand am Beginn der Begegnung, ehe der junge Jurist MMag. Ahmet Ovacin in der geräumigen Moschee im Untergeschoß des Hauses in bestem Deutsch einleitend Grundlegendes über den Islam berichtete. „Adam war der erste, und Mohammed der letzte Prophet. Abraham, Moses, Jesus und Mohammed sind die vier Hauptpropheten. Die Propheten wurden auserkoren um die wahre Religion zu lehren“, so Ovacin. Mohammed sei als Halbwaise, mit 7 Jahren als Vollwaise aufgewachsen, wurde vom Opa, dann vom Onkel aufgezogen. Jesus wurde mit 30 Jahren Prophet und lehrte drei Jahre. Mohammed erhielt das Prophetentum mit 40 Jahren, war es 23 Jahre, ehe er mit 63 Jahren gegangen ist.

Wesentlich seien die fünf Säulen des Islam. Das Glaubensbekenntnis (Schahada): „Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed ist sein Prophet“. Das (Ritual-)Gebet (Salat) erfolge fünfmal täglich, sei sehr körperbetont (Stehen, Verbeugen, Niederwerfen) und unterscheide sich damit sehr vom Bittgebet. Das Fasten im Monat Ramadan diene der körperlichen und geistlichen Läuterung. Die Sozialabgaben (Zekat, jährlich ein Vierzigstel vom Reinvermögen) gehen an Bedürftige. Und die Pilgerfahrt (Hadsch) nach Mekka solle einmal im Leben erfolgen, legte Ovacin dar.

Es  gebe 500 – 600 000 Muslime in Österreich. Bei den Sunniten gebe es vier Rechtsschulen und das Kalifat. Bei den Schiiten als der zweitgrößten Glaubensrichtung habe sich das Imamat gebildet. Muslime glauben an den Schöpfer, aber „nicht, dass Jesus gekreuzigt wurde“. Da es im Unterschied zu den Christen, keine einheitliche Instanz wie den Papst gebe, seien die Auswirkungen infolge der kulturellen Aspekte „sehr unterschiedlich“. Die Türkei sei „kein islamisches Land, hat aber eine islamische Bevölkerung, Saudi-Arabien schon“, sagte Ovacin.

„Wir haben die gleichen Probleme“

Beim Tee einen Stock höher erzählte Ovacin sehr offen und kollegial: „Die Probleme sind sehr sehr ähnlich wie bei christlichen Gemeinden. Wir erreichen 15 – 20 Prozent der Muslime in Österreich. Die Arbeit in der Gemeinde ist keine leichte Arbeit, aber eine sehr schöne. Wir haben die gleichen Probleme“, sagte Ovacin.  Wie bei den Christen solle die Ausbildung der Muslime von der Babykrippe bis zum Tod voranschreiten. Es gebe Heime für Burschen und für Mädchen, doch „leider haben diese Strukturen uns gezeigt, dass wir unsere Jugendlichen nicht haben schützen können. Das war ein Fehler der Gemeinde“, gab Ovacin im Blick auf Aktivitäten des Islamischen Staates von sich aus zu bedenken. Bei den Moslems üben die Männer „die Tätigkeiten nach außen, die Frauen nach innen aus“. Wohltätigkeitsstiftungen (Waqf) wie eine Caritas seien in islamischen Ländern sehr alt, gäbe es in Österreich aber noch nicht, so Ovacin.

Nachdem mehrere wie die Leiterin der Hütteldorfer Frauengruppe, Beatrix Kickinger, interessiert zahlreiche Fragen gestellt hatten, dankte Männerrunde-Obmann Wolfgang Schwarz Ovacin für den sehr informativen Besuch. Da sich exakt 10 Frauen und 10 Männer daran beteiligten, scherzte eine Frau: „Das zeigt wie intuitiv wir handeln“. Und ein Mann ergänzte: „Das hätte man so nie organisieren können“. Große Dankbarkeit und ein sehr positives, aber auch lang anhaltendes Echo war die Folge.

Dem 1980 gegründeten gemeinnützigen Verein UIKZ sind Österreichweit 46 selbständige „Partnervereine“ in Form von Moschee- und Bildungsvereinen angeschlossen. Ziel und Zweck der Verbandsarbeit ist die religiöse, soziale und kulturelle Betreuung der Muslime in Österreich.

Franz Vock, 6.Nov. 2015

 

 

Pfarr-übergreifende Gräbersegnung am Hütteldorfer Friedhof am 1.November 2015

Ein  gemeinsames Verstorbenen Gedenken der Pfarren Hütteldorf, Kordon und Wolfersberg

Gemeinsam ihrer Verstorbenen gedachten VertreterInnen der Pfarren Hütteldorf, Kordon und Wolfersberg vom Entwicklungsraum Wien-West  bei einer gemeinsamen Feier zu Allerheiligen, am 1. November 2015, am Hütteldorfer Friedhof. Unter der Leitung des Wolfersberger Pfarrers P.  Thomas Kochuchira trug der Hütteldorfer Pfarrer Gustav J. Murlasits das Evangelium vor, die Stv. Kordoner PGR-Vorsitzende Christine Hermann assistierte mit Textlesungen und der Wolfersberger Pastoralassistent Martin Poss begleitete das Singen der Lieder schwungvoll auf der Gitarre.

Die anschließende Pfarr-übergreifende Gräbersegnung, an deren Spitze als Kreuzträger der Kordoner Pfarrgemeinderat Martin Hermann stand, führte genauso an den Priester- und sonstigen Gräbern der betreffenden Pfarren vorbei, wie auch der Verstorbenen der Pfarren Mariabrunn und Oberbaumgarten sowie der verstorbenen Salvatorianerinnen Schwestern, der Diakone Walter Janda, Wolfersberg, und Fritz Herold, Kordon, und des verstorbenen Pfarrers von Oberbaumbarten, Johann Eigenseder, gedacht wurde.

Franz Vock, 5.November 2015

 

 


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